YOGA – der Weg zu innerer und äußerer Jugend


Yoga eine Jahrtausende alte Wissenschaft hält schon seit den 1960-iger Jahren unaufhörlich Einzug in die westlich orientierten Gesellschaftsformen und immer mehr Menschen fühlen sich von dieser geheimnisvollen Methode, die Lebensqualität zu verbessern und an Körper und Seele jung zu bleiben, angezogen. Unzählige Yoga Stilrichtungen haben sich seit dieser Zeit entwickelt. Dabei ist es nicht verwunderlich, dass der Grundgedanke des Yoga teilweise sehr verwestlichte und von der Leistungsgesellschaft beeinflusste Formen annimmt.

Das Prinzip: schneller, höher, weiter  im Bereich des Sichtbaren wird dabei natürlich auch im Yoga angewendet. Hier ist zum Beispiel der Yogastil des „Hot YOGA“ zu erwähnen, bei dem in auf 40 Grad angeheizten Räumen die immer gleichen 26 Übungen wiederholt werden. Hot Yoga oder „Bikram Yoga“  wurde in den USA entwickelt. Der Schwerpunkt liegt hier auf der körperlichen Seite des Yoga.

Und so wurde im Westen häufig der Begriff Yoga ausschließlich mit Hatha Yoga, Yoga des Körpers gleichgesetzt. Der Begriff des Yoga ist dessen ungeachtet noch umfassender und bedeutet ursprünglich das Anjochen des Körpers, der Seele und des Geistes, um damit eine Vereinigung, beziehungsweise eine Ausbalancierung der drei Wesenheiten zu erreichen. Letztendlich geht es beim Yoga um Sammlung, um Konzentration bzw. um das Einswerden des Körpers mit der Seele, mit dem Bewusstsein.

So werden in meditativeren Formen des Yoga auch Atemübungen (Pranayama) in den Unterricht miteinbezogen, da mit diesen durchaus eine positive Beeinflussung der Stimmung des Übenden erwirkt werden kann. Dieser Ansatz wurde mehr vom spirituellen Ansatz des Swami Satyananda Saraswati in seinem Kompendium „Yoga und Kriya“ vertreten, der auch dem Yoga Nidra zu neuem Aufschwung und neuer Beachtung verhalf.

Magische Verwandlung durch Yoga

Yoga kann einen vorzeitigen Alterungsprozess verlangsamen, wenn nicht sogar stoppen. Yoga hat heilende und schmerzstillende Wirkungen bei bestimmten Verletzungen und bei chronischen degenerativen Prozessen wie Arthrose und Rheuma. Yoga wirkt günstig auf die Psyche und bei Störungen des Blutdruck. Die Gesundheit der Wirbelsäule und die richtige Haltung wirken sich auf den gesamten Organismus aus.

Yoga-Haltungen (Asanas) und Atemübungen beeinflussen den Kreislauf, das Herz und andere lebenswichtige Organe. Für Menschen über 50 wird es immer wichtiger, gegen die Schwerkraft beziehungsweise ihren Sog nach unten anzugehen; die Umkehrhaltungen können hierbei wertvolle Dienste leisten. Yoga kann dabei den persönlichen Bedürfnissen der Übenden angepasst werden.
B. K. S. Iyengar, einer der einflussreichsten Yoga Meister des 20. Jahrhunderts ging dabei mit bestem Beispiel voran. Er revolutionierte den Yoga. Er führte Hilfsmittel in großem Stil ein. Der Übende sollte alle Yogahaltungen einnehmen können, ohne den Körper in eine Haltung zu zwingen und dabei die Muskeln oder die Gelenke zu überanstrengen. Klötze, Gurte, Bolster, Platten und sogar Stühle sind Beispiele für Hilfsmittel. Diese Liste kann mit einigem Einfallsreichtum noch um Einiges erweitert werden. Iyengar selbst, der mit 96 Jahren in 2014 starb, und der täglich bis zu 8 Stunden Yoga im Kreise seiner Schüler übte, ging als leuchtendes Beispiel für die magischen Wirkungen des Yoga voran.

Die Wand als Hilfsmittel für das Gleichgewicht

Bei Stellungen auf nur einem Bein, bei teilweisen oder vollständigen Umkehrhaltungen leistet die Wand wertvolle Dienste. So kann z. B. die Haltung des Baumes seitlich oder mit dem Rücken zur Wand geübt werden. Der Übende kann sich geistig komplett auf die Haltung konzentrieren, ohne dass er Angst haben muss zu stürzen. Alle Übungen, auch die Standasanas, wie Trikonasana oder Parsva Konasana können mit dem Rücken oder seitlich zur Wand geübt werden. Auf diesem Wege hat der Übende durch die Wand mehr Kontrolle über die eigene Haltung und die richtige Ausrichtung der Wirbelsäule im Verhältnis zu den Armen und Beinen.
Der Übende hat durch das Hilfsmittel Wand auch die Möglichkeit, Sicherheit in der wichtigsten Umkehrhaltung des Yoga, dem Kopfstand zu gewinnen. Hier ist jedoch Vorsicht geboten. Nicht jeder Übende wird es schaffen, die Voraussetzungen für einen korrekten Kopfstand zu entwickeln. Hier ist ein verantwortungsbewusster YogalehrerIn aufgefordert jeden Schüler/jede Schülerin gemäß seinen/ihren Fähigkeiten zu fördern, gelegentlich auch zu fordern, wenn es darum geht eine Grenze zu überschreiten, ohne ihn zu überfordern.

Verwendete Literatur:
Suza Francina, Yoga kennt kein Alter, 2002 Patmos Verlag GmbH & Co. KG

5 Comments

  • Wer hätte es gedacht, dass eine Wand zu hilfreich sein kann 🙂
    Bis Montag zur Yoga-Stunde.
    Viele Grüße
    Heiko

    Heiko
    Posted 3. Juli 2020 um 16:18
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    Hildegarde
    Posted 23. Oktober 2020 um 13:21
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      Brigitte Stemmler
      Posted 23. Oktober 2020 um 14:19
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